Was uns krank macht

"Du machst mich noch ganz krank!" bzw. "Du bist daran schuld, dass ich so krank bin!" - Das sind Sätze, die einem echt den Boden unter den Füßen wegziehen (können).

In der Tat ist es leichter, die Ursachen für psychische, psychosomatische oder rein physische Erkrankungen beim Ehepartner, der Lebensgefährtin, den Kollegen oder wem auch immer zu suchen. Aber nicht nur die Ursachen! Meist schieben wir den anderen direkt die Schuld in die Schuhe.

Allerdings: Es ist oft auch was "dran", dass andere Menschen an unserer Erkrankung einen Anteil haben. Sie allerdings gleich als Sündenböcke zu deklarieren - das ist eine Milchmädchenrechnung! Denn: Eine Krankheit kann viele Ursachen haben und meine eigene Befindlichkeit, mein Wesen, mein körperlicher Zustand, meine Biographie, die näheren sozialen Umstände, die aktuellen Sorgen und Probleme - all dies tut ja auch "seins" dazu.

 

Was macht uns krank? Nur ein Beispiel, das viele Menschen betrifft: Beziehungsstörungen machen tatsächlich krank! Manche Menschen haben Verlustängste. Der Partner bzw. die Ehefrau könnte ihn oder sie verlassen. Eifersucht spielt eine große Rolle in Beziehungen, wenn der Partner bzw. die Partnerin immer wieder unter Verdacht steht, doch mit jemand anderem "etwas" zu haben... Vor allem aber dann, wenn tatsächlich schon mal etwas vorgefallen ist. So wie Liebe schon mal blind machen kann, kann Eifersucht krank machen. Aber auch die Erziehung der eigenen Kinder überfordert zuweilen. Manche Eltern können ihren Kindern nicht die Liebe schenken, die ihre Kinder bräuchten. Hintergrund ist oft die eigene Ursprungsfamilie. Was du selbst nicht empfangen hast... wie willst du es weitergeben? Andere Eltern tun sich schwer, Grenzen zu setzen, weil dies natürlich Protest der Kinder auslöst. Vor allem Alleinerziehende haben oft Angst, sie verlieren durch Grenzen die Liebe ihrer Kinder. Doch die Erfahrung zeigt. Das Gegenteil ist der Fall!

 

Woran merken wir, dass was im Busch ist? Sobald wir Anzeichen von Ermüdung, Überforderung, Lustlosigkeit, Alltags-Chaos oder aufkeimendes Misstrauen in Beziehungen verspüren, sollten wir das Gespräch mit dem Partner bzw. der Partnerin suchen. Das fällt uns aber oft schwer. Dann empfiehlt es sich, wenn dies über einen längeren Zeitraum geht, sich therapeutische Hilfe (Einzel / Paar) zu "gönnen". Wir übertragen so vieles aus dem Erfahrungsbereich unserer Ursprungsfamilie auf die gegenwärtige Beziehung, dass es nicht ausbleibt, dass wir manchmal in der Ehefrau z.B. nicht mehr die Frau sehen, für die wir uns mal entschieden haben, sondern die Mutter, die noch immer unbewusst unser Leben bestimmt. Oder wir erkennen im Ehemann Verhaltensweisen des eigenen Vaters - und der Groll gegen den "alten Herrn" steigt wie die Rauchschwaden eines Vulkans vor dem Ausbruch...

 

Es lohnt sich immer, an sich selbst, seiner Vergangenheit und der Gegenwart zu arbeiten, damit die Zukunft sinnerfüllt und lebbar wird! Du suchst vielleicht ONLINE eine therapeutische Hilfe? Dann informiere dich unverbindlich: HIER MEHR INFORMATIONEN