Der Schicksal-Schock genannt Hiob

Es erwischt dich eiskalt, ohne Vorwarnung. Du hast dich gefreut, doch es kommt ganz anders. Von jetzt auf gleich ändert sich dein Leben. Wenn Diganosen über eine Erkrankung, die Kündigung des Arbeitsplatzes, der Bruch der Ehe oder der Beziehung über uns hereinbrechen, dann machen wir jene Erfahrung, die das Alte Testament als "Hiobsbotschaft" bezeichnet. Hiob hatte auch nicht mit all dem gerechnet, was über ihn und seine Familie hereinbrach. Und plötzlich stehst du da - der Schock sitzt dir in den Gliedern und du haderst mit deinem Schicksal, mit deinem Leben - vielleicht sogar mit Gott. WARUM? fragst du dich.

Zu Recht!
In den vergangenen Tagen haben sich die Hiobsbotschaften um mich herum gehäuft. Ein Kind, das mit Down-Syndrom zur Welt kommt; eine Operation, die alles irgendwie nur noch schlimmer gemacht hat; eine Krebserkrankung, die alles über den Haufen wirft... Dazu die eigene Erwartungshaltung, den beruflichen Herausforderungen zu entsprechen... Wie gelähmt stehst du da und kannst NICHTS tun!

So geht es vielen Menschen. Dir wie mir. Wie reagieren wir? Nun, die Situation können wir nicht ängern. Meistens jedenfalls nicht. Aber unsere Umgangsweise. ich mache es zuweilen so: Erstens: Die Tränen darüber fließen lassen. Zweitens: Den Schrei der Wut hinausbrüllen. Drittens: Mit Menschen reden, die uns zuhören, ohne uns billig vertrösten zu wollen. Viertens: Der Frage nachgehen, was diese Situation mir für mein Leben sagen möchte - welche Aufgabe erwächst daraus? Fünftens: Die Kraft der inneren Abwehr und Ablehnung langsam verwandeln lassen in eine konstruktive Energie der Annahme.
Vielleicht klingt das komisch für dich. Aber es ist mein Weg, den ich gehe. Tränen sind schon oft geflossen, Wut hat schon oft ihren Sprachkanal gefunden - aber es gab auch immer Menschen an der Seite, die einfach "da" waren. Und da wäre noch was: Sechstens: Professionelle Hilfe aufsuchen... Hiob hat diese Hilfe im Gespräch mit Gott gefunden. Das war "sein" Weg.

Welcher wird dein Weg sein?