Die letzte Nacht...

Nein, so schön ist der Sternenhimmel nicht über Graz. Das Foto zeigt eine Sternennacht in einer afrikanischen Wüste. Ein sehr guter Freund hat die vergangenen drei Wochen Afrika bereist. Sein Bild ziert jetzt die "homesite" meines Handys. Ein wunderbarer Sternenhimmel.

Aber meine "letzte Nacht" in Graz ist angebrochen, vom 28. auf den 29. August. In der Frühe des Mittwoch wird das Umzugsunternehmen meine Sachen in den LKW packen und dann gegen Mittag ist Aufbruch - Exodus - angesagt.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich aufbreche, Orte und Menschen hinter mir lasse. Aber ich lasse sie nicht zurück im Sinne von: "ich vergesse sie". Das kann ich nicht. Zu viele gute Erfahrungen schwingen mit, wenn ich zurück denke.
Ich breche auf, wie Abraham aufbrach - in ein Land, das Gott ihm zeigen würde. Er wusste nicht, wohin die Reise geht und was ihn erwartet. Aber er folgte der Einladung: "Siehst du die Sterne? Kannst du sie zählen?" - Verheißungsvolle Leuchten am Himmel, die mit der Zukunft zu tun haben. Obgleich, ja, ich weiß, Sterne verloschene Lichter der Vergangenheit sind. Aber das ist nicht wichtig. Sie leuchten wie Straßenlaternen am Himmel und zeigen den Weg in eine ferne Zukunft.
Was auch immer geschieht: Die Mitte der Nacht ist der Anfang eines neuen Tages, so heißt es in einem modernen Kirchenlied. In diesem Sinne gehe ich die letzte Nacht an... Vertrauend, hoffend, wagend. GOTT geht mit! Ach ja... und es geht geographisch dem "Osten" entgegen... dort geht bekanntlich die Sonne auf. Ein gutes Zeichen.