Vom Himmel hoch, da kam sie her

Auch wenn heute in vier Monaten bereits Weihnachten ist - das ist nicht der Grund für den Blogtitel heute.  Und nein, ich selbst bin auch nicht als Tandemspringer vom Himmel gefallen. Würde ich nie machen, denn, wie sagt ein Freund und Ex-Kampfjet-Pilot: "Es gibt keinen vernünftigen Grund, aus einem funktionsfähigen Flugzeug zu springen!" Und er muss es wissen, er musste mal mit dem Schleudersitz da raus...

Nein, gestern durfte ich dabei sein, wie die Tochter eines guten Freundes ihr Geburtstagsgeschenk einlöste. Das Flugzeug startete, flog auf 4000 m Höhe, über den Wolken und dann... waren da plötzlich lauter kleine schwarze Punkte am Himmel und alles war ganz still. Vom Himmel hoch, da kam sie her... Ich habe ihren Mut bewundert. Allein bei den Vorübungen schon zu erfahren, dass man an der offenen Luke des Fliegers sitzt, festgegurtet an einem Profi-Fallschirmspringer und dass dieser cm für cm nach vorne rutscht und dann plötzlich raus... Nee... da gehört was dazu! Mut! Sich anvertrauen, sich fallenlassen können und es auch genießen können.

In unserem Leben gibt es diese Momente auch. Einziger Unterschied: Wir werden nicht immer in Trockenübungen darauf vorbereitet und sind oft nicht an einem anderen "gesichert". Manchmal ist es der freie Fall, den wir alleine hinbekommen müssen.

Entscheidend sind dann aber zwei Dinge - das habe ich gestern gelernt: Sofort dafür sorgen, dass der Fallschirm aufgeht und die beiden Leinen in die Hand nehmen, mit denen man steuern kann. Man muss sein Leben eben "in den Griff" bekommen...

Das Mädel jedenfalls hatte nur einen Kommentar am Ende: "Oh wie geil, gleich nochmal!" - Sie ist auch gut gelandet. Das wünscht sich letztlich jeder von uns. So oder im wirklichen Leben.