Warum sollen eigentlich immer Köpfe rollen?

Eigentlich gehört er geköpft. Der Trainer der deutschen Fußball-Elf. Das denken zumindest ganz viele. Aber das ist nicht passiert. Gott sei Dank! Im Grunde finde ich es nervig, dass immer dann, wenn was schief geht, Köpfe rollen sollen. Einer muss immer der Dumme sein. Einer muss immer verantwortlich gemacht werden. Misserfolge gehen ja grundsätzlich nur auf Rechnung von einem. Der berühmte Sündenbock. So war es schon immer.

Gott sei Dank ist es mal anders. Jogi Löw muss nicht gehen. So sagen sie zumindest. Hoffen wir, dass es so bleibt. Denn: Der Trainer unserer DFB-Mannschaft hat ja nicht gespielt. Da gehören andere dazu. Die Elf auf dem Spielfeld zum Beispiel. Werden sie auch gefeuert? Nein. Aber auch da hat man sich ein paar Sündenböcke gesucht. Klar - es war definitv nicht klug, sich mit dem Präsidenten der Türkei zu treffen. Das löst Befremden aus. Aber auch das wäre kein Grund, jemanden zu feuern. Schon gar nicht zu beschimpfen. Aber darin sind wir alle mittlerweile ja echt groß!

Scheitern gehört zum Leben dazu. Das gilt auch für den Fußball. Und das Ausland schimpft über die Deutschen immer. Hätten wir gewonnen, wäre es zu Unrecht gewesen - bei "dieser Spielleistung". Jetzt haben wir verloren, naja, dann trampelt man auch auf den Deutschen rum. Ich habe ohnedies den Verdacht, dass wir an allem Schuld sind... Nein, Stopp! Verfallen wir nicht in die Opferrolle.

 

Es ist wie es ist. Mal ganz oben, mal ganz unten. Wichtig ist, dass es weitergeht. Das Leben ist ein Spiel. Spielen wir weiter. Wie heißt es so schön im Fußball: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Aufgehts!